Portrait vom Autor dieser Seiten

Alexander Birkner

 

"Wenn wir ein besonders beeindruckendes Foto betrachten,

das uns gänzlich seinen Bann zieht und fasziniert,

dann ist es nur deshalb so entstanden,

weil der Fotograf mehr dafür getan hat,

als eigentlich notwendig gewesen wäre."

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*** Hobbys: 
meine kleine Familie,
        Fernreisen, diese Seite, den Kernschatten jagen, 
       Spechteln, Natur & Technik, klassische Dia-Fotografie bis
        August 2008, digitale Standard- und Astrofotografie
 
*** Mittelfristige Ziele: 
       die superlange Ring-Sonnenfinsternis am 15.01.2010 
       auf den Malediven erleben und im gleichen Jahr 
am 11.07 die totale Sonnenfinsternis auf der 
       Osterinsel sehen - Sponsoren gesucht!
      
*** Langfristiges Ziel: 
       100 Jahre alt werden!

 

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Wissen- und Leidenschaft. Leiden- und Wissenschaft. Mein Einstieg in die grenzenlose Welt der Astronomie und somit auch die Grundlage für die Entstehung all dieser Seiten liegt in einer 12-teiligen TV-Serie namens "Wunderbarer Planet" begründet, die 1987 erstmalig ausgestrahlt wurde. Vorrangig ging es in dieser für damaligen Zeiten mit modernen Animationen gestaltete Doku um die Erde, ihre Entstehung, Klimazonen und Geologie des blauen Planeten.

In den einzelnen Sendungen wurde immer wieder auch der Vergleich zu anderen Planeten des Sonnensystems und den dortigen Verhältnisse gezogen. Total faszinierte mich eine Animation der Venuslandschaft, die anhand der Fotos der russischen Venera- Raumsonden gestaltet wurde. Dazu die Aussage, dass der Planet eine Temperatur von 460°C, 90-fachen Atmosphärendruck der Erde auf der Oberfläche und eine stetige Wolkendecke aus Schwefelsäuretröpfchen aufweist, hinterließen bei mir offene Fragen, auf die ich unbedingt eine Antwort wissen wollte. Antworten fand ich in Büchern. Immer wieder zog es mich in den folgenden Wochen zu den diversen Saarbrücker Buchhändlern. Mein Interesse an der Astronomie war geboren. Mit jedem ausgelesenen Buch blieben mehr Fragen, während sich schließlich mit dem roten Planeten Mars mein "Planeten-Favorit" herauskristallisierte. Doch die meisten und spektakulärsten Fotos kamen von den beiden Viking- Raumsonden der NASA, deren Erfolgsstory wohl jedem Astronomiebegeisterten bekannt sind. Diese Fotos übten eine magische Wirkung auf mich aus, denn es sah teilweise so erdähnlich darauf aus, dass man sich über trockenes Steppengras auf diesen Fotos gar nicht gewundert hätte - was natürlich auf keinen Bild zu sehen war :-(

 

Das Interesse am Thema wuchs weiter, allerdings für viele Jahre nur in Form von dem Studium verschiedenster Fachbücher aktuellen Zeitschriften. Meine bevorzugte Lektüre war die Buch-Serie Kosmos-aktuell, die über die Weltraummissionen des jeweils vergangenen Jahres umfassend informierten. Himmelsereignisse beobachtete ich noch nicht aktiv. Eher zufällig war eine Beobachtung im August 1990. Ich stand vor dem Gebäude meiner Berufsschule des Kaufmännischen Berufsbildungs-Zentrums im Saarbrücken und hatte noch ein paar Minuten, bevor der Unterricht begann. Eher zufällig schaute ich in den spätmorgendlichen Dämmerungshimmel und konnte da 2 auffällig helle Sterne erkennen, die in nur geringem Abstand zueinander zu sehen waren. Aus meinen Büchern fand ich heraus, dass es die jährliche Passage von Venus und Jupiter gewesen ist. Gemeinsam mit meiner Mutter sah ich mir 1991 die Liveübertragung der totalen Sonnenfinsternis vom 11. Juli  mit Joachim Bublath im ZDF an. Finsternisse empfand ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht interessant.

 

Das allererste Astrofoto schoss ich im April 1997, als der Komet Hale-Bopp auch für Laien mit bloßem Auge am Nachthimmel zu sehen war. Nachdem die ersten Farbfotos aus dem Labor kamen und der Schweif gut sichtbar war, folgte noch ein s/w-Film. Ich verwendete die gute, alte Praktika MTL-5; eine mechanische Spiegelreflexkamera meines Vaters.

 

Der Einstieg in die regelmäßige Himmelsbeobachtung- und Fotografie kam erst am 11. August 1999, dem Tag der schwarzen Sonne im Saarland. Dieser Tag veränderte mein Leben. Schon im Vorjahr begann ich mit den Vorbereitungen für dieses Großereignis. Bis dahin interessierten mich die Finsternisse eher wenig; mit den Bildern in den Büchern konnte ich nur wenig anfangen und hatte keinerlei Vorstellung von der Dramatik, die mich erwartete.

So fand ich mich mit Heike am 11.08. dann tatsächlich auf der Zentrallinie der Sofi zwischen den französischen Dörfern Hambach und Woustviller auf einem abgemähten Stoppelfeld, unweit von Saargemünd. Noch während der partiellen Phase der Finsternis regnete es, und wenn die 2m15s lange Totalität für uns nicht zu sehen gewesen wäre, dann hätte ich den Einstieg in die Astronomie vielleicht nie gemacht.

Aber - ich habe die 2m15s lange Totalität ohne jegliche Wolken im blauen Himmel gesehen und konnte meine Begeisterung kaum in Worte fassen. Ich war mehr als tief beeindruckt. Ich spreche in diesem Zusammenhang gerne von "harmonischer Dramatik".

Minuten nach der Totalität entstand der spontane Wunsch, so etwas noch einmal sehen zu wollen. Noch am selben tag begannen die ersten Vorbereitungen für die darauf folgende, totale Sofi am 21. Juni 2001, die ich mit einer Reisegruppe per Zeltlager im afrikanischen Sambia erlebte.