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![]() Bilder und Berichte aus 2007. Letzter Eintrag oben stehend. Zur Bildvergrößerung einfach auf die Miniaturen klicken, falls nicht anders vermerkt.
Besuch beim roten Planet: Mond bei Mars am 24.12.2007
Location name: Germany, Eppelborn@home-garden
Zu Heiligabend gaben sich der Mond und Mars ein Stelldichein am weihnachtlichen Himmel. Früh um 5 Uhr MEZ konnte man im Saarland eine extrem nahe Begegnung der beiden Objekte beobachten, die sich am besten mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop beobachten lies. Beobachter in Mitteldeutschland konnten gar eine streifende Marsbedeckung, Sterngucker in Hamburg eine vollständige Bedeckung des roten Planeten durch den Fast vollen Mond (99.8%) erleben. Im kalten Saarland (-8°C) lag der Abstand beider Objekte um 5 Uhr bei rund 18 Bogenminuten. Das ist so nah, dass das bloße Auge wegen des hellen Mondes den Mars nicht mehr erkennen konnte. Ich hatte Wettermäßig Glück, denn ein tagelanges Hochdruckgebiet ermöglichte den Blick zum Geschehen bei frostigen Temperaturen.
Die Bilder wurden mit einem 300mm-Mini-Maksutov und der Canon EOS 400d gemacht (=480mm). Insgesamt handelt es sich bei dem Ergebnis um 9 Einzelaufnahmen, die in etwa den Anblick im Fernglas nahe kommen.
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Aufnahme-Infos: 5x 1/160s ISO800 2x 1/640s ISO 100 2x 1/125s ISO 100 Bildaddition in Fitswork, Helligkeitsanpassung mit Adobe PS
Auf den gleichen Tag fiel auch die diesjährige Marsopposition, die mit einem Abstand von 88,2 Millionen Kilometer recht bescheiden ausging. Den Tag der geringsten Annäherung hatte Mars aber bereits am 18./19.12.07 hinter sich und inzwischen schon wieder 1 Million km Abstand zur Erde zurückgelegt. Hier die Ephemeriden von Mars und Mond für 5 Uhr, gültig für den o.a. Ort:
UPDATE 24.01.2008: Die Plejadenbedeckung durch den Mond am 21. Dezember 2007
Location name: Germany, Eppelborn@home-garden
Beim ersten von 2 besonderen Astro-Hinguckern im Dezember hat Petrus mitgespielt. Ganz bequem vom heimischen Garten in Eppelborn kann ich mir das Ereignis ansehen. Allerdings nicht mit bloßem Auge. Ein zu 93% beleuchteter Mondglobus ist einfach zu hell im Vergleich zu den moderat strahlenden Sternen der Plejaden, um dies direkt zu beobachten. Im Fernglas ist die Annäherung der Himmelskörper gut zu sehen, und im Sucher der Canon EOS 400d, die wieder einmal an der Russentonne 10/1000 angeschlossen ist, erst recht. Die Nachführung der EQ2 ermöglicht mir nach der Aufstellung, ungefähr 10-15 s zu belichten, und noch punktförmige Sterne auf dem Bild zu bekommen. Doch eine so lange Belichtungszeit ist angesichts des Mondes völlig überzogen. Alles über 4 Sekunden ertränkt das Foto in Helligkeit, aber mehr ist auch gar nicht nötig, denn die auf dem Bild noch erkennbaren Sterne sind 9mag hell.
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Süßes und Saures am Abendhimmel: Happy Halloween mit Überraschungs-Komet 17P/Holmes Die Kometengalerie enthält bisher Fotos vom: 30.10.2007 31.10.2007 01.11.2007
Location name: Germany, Eppelborn@home-garden
Als echter Hingucker hat sich der bisweilen unscheinbare Komet 17P/Holmes erwiesen: Am 23.10.07 stieg die Helligkeit des unscheinbaren Objektes von 16mag innerhalb von Stunden auf 2.5mag und konnte seither mit bloßem Auge am Nachthimmel leicht aufgefunden werden. Er hält sich im Bereich des Sternbildes Perseus auf. Ungewöhnlich ist die rundlich-ovale Staubhülle, die sich allmählich und stetig mit einer Geschwindigkeit von 400-600m pro Sekunde (1800 km/h) ausdehnt. Im Inneren der Staubhülle ist die Koma sichtbar, die sich gegenüber des Staubhüllen-Zentrums um täglich bis zu 5 Bogensekunden verschiebt. Das lässt sich auch schon auf den Bildern erkennen, die hier zu sehen sind. Weitere Informationen zu diesem eigenartigen Objekt gibt es bei astroinfo.
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3 Tage Holmes im direkten Größenvergleich und 24h-Abstand: 3 Tage Holmes im Sternbild Perseus:
Rush-hour am Dämmerungs-Himmel 7. Oktober 2007 Venus, Altlicht-Mondsichel, Saturn und die Bedeckung des Sterns Regulus durch den Mond Beobachtungs-Ort: Tholey bei dem Windschleifen-Gebilde.
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Tatort Hierscheid am 10. September 2007: 15 Minuten Fotosession am frühen Morgen Beobachtungsort: Eppelborn, Hierscheider Höhen, Florianshütte
Bei diesem Gewölk am Himmel kann man um 5 Uhr früh am besten nur im Bett liegen bleiben, denke ich mir, als ich mit meiner kleinen Foto-Ausrüstung zum Auto schreite und zuvor einen Blick zum Himmel werfe. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Ich möchte ungeachtet der Himmelsansicht versuchen, die Altlicht-Sichel mit einer Phase von noch 1.8% zu sehen. Der Wetterbericht hat eine Regen-Wolkenfront für die Morgenstunden angekündigt. Doch als ich gegen 5:15 MESZ von zuhause wegfahre, ist die Bewölkung unterschiedlich verteilt und ein Mix aus Dunst und Wolken.
Mein Spechtelplatz heute morgen ist die Hierscheider Höhe an der Florianshütte, einer kleinen Gemeinde von Eppelborn. Es ist für möglichst freie Sicht zum Osthorizont einer der am schnellsten erreichbaren Orte in meiner Heimat. An einer Weggabelung ziemlich oben angekommen, lässt der kalte Morgenwind die Temperaturen von 7°C noch viel frostiger wirken. Ich bin selbst schuld, dass ich nur eine Jeansjacke angezogen habe. Sogar in den Sommermonaten ist es nach einer klaren Nacht hier oben oftmals bitterkalt.
In der frühen Dämmerung baue ich mein Stativ mit der großen Russentonne (10/1000) und der EOS 400d auf. Ausgerechnet in östlicher Richtung, wo sich gleich der Mondaufgang abspielen wird, steht eine Wand aus Dunst, gegen die sich der Morgenscheinwerfer Venus nur gelegentlich behaupten kann. Trotzdem kann ich die Sichel des Planeten zur Scharfstellung des 1000-mm-Objektivs nutzen. Alleine bin ich hier oben meist nicht, und so grüßt mich auch heute morgen wieder der gleiche Spaziergänger mit Hund, der hier wohl immer gegen 5.30 MESZ auftaucht. Der kalte Wind trägt die Wolken rasch nach Südosten. Die Wintersternbilder Orion und Stier dominieren den Morgenhimmel, im Süden bis rauf zum Zenit ist der Himmel augenblicklich klar.
Auch im Osten lichtet sich der Dunst und gibt die Szene frei für Venus. Ein heller Punkt löst sich aus den horizontnahen Wolkenbänken, und innerhalb weniger Sekunden ist die 1.8% beleuchtete Mondsichel freisichtig und gut erkennbar. Die Gelegenheit für ein paar Bilder ist gekommen. Immer wieder ziehen Schleierstreifen über Lunas Altlicht-Sichel. Es sieht wundervoll aus, wie ein Hauch von Nichts. Der Spaziergänger mit Hund ist zurückgekommen. Er kann trotz meiner Richtungsweisung die dünne Sichel nicht am Himmel erkennen und ist skeptisch. Doch über Venus stellt er mir ein paar Fragen.
Schon nach 6 Uhr, die Dämmerung ist weit fortgeschritten und die eben noch schemenhaft wirkende Umgebung bekommt jetzt ein allmählich Gesicht. Mir ist kalt. Die Mondsichel ist noch wenige Augenblicke zu sehen, als sich von Nordosten eine geschlossene Wolkendecke südwärts schiebt. Beim Blick zurück nach Westen sehe ich, dass sich der gesamte Himmel bis eben der Ostteil vollständig bedeckt hat. Das war knapp, doch ich habe alles im Kasten. Um 6.23 MESZ ist endgültig Schluss, der Himmel ist vollständig bedeckt und die Dämmerung scheint sich wieder umzukehren.
Gerade, als ich die Ausrüstung abbauen will, schaue ich noch mal über die Bergrücken von Eppelborn und Dirmingen in der Ferne. Morgennebel breitet sich schnell in den Tälern aus. Ich kann von hier oben fast in alle Richtungen sehen, wie sich die Täler mit Nebel füllen. Grau in Grau, eine ganz düstere Morgenstimmung aus Grau und Blau vermischt sich. Es ist wunderschön, dramatisch zugleich und etwa so, als hätte die Natur ein Malbuch aufgeschlagen. Wie ein grenzenloses Meer liegen die Niederungen unerkennbar wie in Zuckerwatte getaucht in der Ferne, der Wind weht kräftig. Ich muss diese zauberhaften Momente einfach einfangen und fotografiere weiter.
Den Kopf vollgetankt mit kraft spendenden und positiven Eindrücken verlasse ich gegen 6.45 die Hierscheider Höhe und fahre nun langsam in den Nebel hinein. Je weiter ich die Serpentinen hinunter fahre, umso weniger ist von der Schönheit zu ahnen, der Nebel ist hier einfach nur dicht und nichts sagend. Morgen haben Luna und Sonne ein kleines Rendezvous und treffen sich über Südamerika und der Antarktis..
Ein paar Eindrücke dieser magischen Momente zeigen die folgenden Szenen. Zum Vergrößern auf die Bilder klicken:
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