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Das neueste von Feld, Wald, Wiese, Garten und der Welt:

Aktuelle Bilder und Kurzberichte im Jahr 2010

Die neuesten Einträge sind jeweils oben stehend.

 


 

Konjunktion hinter Wolken:

Planeten in der Winterlandschaft 16.02.2010

 

Beobachtungsort: Eppelborn - Hirschberg von 17:45 - 19.00 Uhr MEZ

 

Wenn Jupiter jeden Tag der Sonne etwas näher kommt und Venus stetig von ihr abrückt, dann kommt irgendwann der Zeitpunkt der nächsten (scheinbaren) Annäherung der beiden hellsten Planeten unseres Sonnensystems. Dieser Termin fiel in 2010 auf den Abend des 16. Februar. Nach wochenlanger Beobachtungs-Abstinenz infolge von den massivsten Schneefällen seit 30 Jahren, zähem Hochnebel oder Regen folgte endlich ein Tag mit blankgeputztem Himmel.

 

Ganztägig klaren Himmel war ich schon gar nicht mehr gewohnt und freute mich daher sehr auf die etwas schwierig zu beobachtende Annäherung von Venus und Jupiter kurz nach Sonnenuntergang. Rund eine halbe Stunde kurz war das zeitliche "Sichtfenster", bevor die Planeten nach der erstmöglichen, visuellen Sichtung wieder unter die Horizontlinie wanderten.

 

Hier die Ansicht für 17:25 Uhr MEZ, gültig für Eppelborn - Hirschberg

Grafik erstellt mit Cybersky von Stephan Schimpf

 

 

 

Ich wählte als Beobachtungsort den Eppelborner Hirschberg mit Blickrichtung Hoxberg. Was geschah dann vor Ort nach meiner Ankunft:

Eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang zog von Süden ein großflächiger, zäher Wolkenteppich über das Saarland, der meinen Beobachtungsplan vereitelte. Dabei verschlimmerte sich die Wolkensituation so dramatisch, dass ich einen Moment lang die Rückfahrt in Erwägung zog. Ich wusste aber auch, dass der Mond mit 6% Beleuchtung in der Dämmerung ein hübsches Motiv abgeben würde,  wenn er nur tief genug am Horizont stünde.

 

Gelegentlich lugte die dünne Mondsichel sekundenlang aus dem recht dichten Gewölk. Weil nicht der ganze Horizont dicht war, sondern nur der für Venus & Jupiter relevante Azimuthbereich um 250° (siehe Bild 1), ergab sich ein hübscher Anblick der angrenzenden Dörfer bei Lebach. Ich nutzte den wolkenbedingten Blackout für ein paar Stimmungsfotos von der frostigen Winterlandschaft.

Die Geduld wurde belohnt: Zwar versanken Venus & Jupiter von mir ungesehen unter die Horizontlinie, doch der Mond schmückte das Südwest-Firmament mit einer sehenswerten Show. Eine Parkbank mit 2 Birken ergaben genügend Spielraum für fotografische Experimente. Gegen 18:45 war der Himmel dann wieder vollständig aufgeklart und der nervige Wolkenteppich über meinen Spechtelplatz hinweggezogen. Mars strahlte in südöstlicher Richtung bereits in einer Höhe von 32° und -0,9mag - seine Opposition hatte er bereits am 29.01. hinter sich. Die klassischen Wintersternbilder Orion, der Große Hund, die Zwillinge und der Stier leuchteten trotz der verbliebenen Dämmerung paradeähnlich von der Himmelsbühne.

 

Mit anderem Bildmaterial als geplant, jedoch mit der Überzeugung, nicht umsonst hier oben auf den frostigen Feldern gewesen zu sein, fuhr ich gegen 19 Uhr zufrieden nach Hause.

 

 

Zum Vergrößern auf die Miniaturen klicken . . .

 

Bild1 Bild2 Bild3 Bild 4 Bild5