SPECHTEL – SPEZIAL TÜRKEI
Das
allabendliche Treffen mit
dem
himmlischen Götterboten
vom 22. – 28. Januar 2001
und eine schnelle Entscheidung führen mich im Januar zu
einem unverhofften Aufenthalt in der Türkei. Eigentlich ist es ein Seminar des
Arbeitgebers, aber selbstverständlich die Chance zu einem fast kostenlosen
Spechtelurlaub der besonderen Art.
Wie der Zufall es will, fällt der Flug nach Antalya in die Woche der Merkursichtbarkeit im Frühjahr 2001. In der Zeit der Reise vom 22. bis 28. Januar steht Merkur am frühen Abendhimmel, kurz nachdem die Sonne hinter den Bergen des Taurus-Gebirges untergeht.
Und tatsächlich: Was ich am ersten Aufenthalts-Tag noch für unmöglich halte, ist tatsächlich der kleine flinke Planet, der in den tiefroten Dämmerungsschichten flackert! Doch mit jedem weiteren Abend gewinnt er größeren Abstand zur Sonne, und Bilder ( Veröffentlichung hier in Kürze! ) zeigen die 2 Tage vor Erreichen des größten Winkelabstandes zur Sonne. Dazu gesellt sich auch noch die Sichel des zunehmenden Mondes.
ist das anhaltend gute Wetter schon. Kein Vergleich zum Trübsal
in Deutschland, erst recht für diese Jahreszeit. Tagsüber ist der Himmel hier
stets unbewölkt bei 20°C und einem lauen Lüftchen. Nach Sonnenuntergang
ziehen vom Meer Schleierwolken auf, die Sternfeldaufnahmen zunächst unmöglich
machen. Aber an diesem 26. Januar ist der Abendhimmel auch für Belek mit den
Daten 36.8500N, 31.0670E
zur Sternfeldfotografie tauglich.
grenzt
hier an das nächste. Und aus Sicherheitsgründen sind die Anlagen die ganze Nacht
beleuchtet. Verrückte Situation, ein an sich klarer Himmel mit erkennbarer
Milchstrasse, aber das Fremdlicht am Boden zerstört die Stimmung
Bei 300 Sonnentagen ist es ein leichtes, fast alle
Konstellationen des Jahres zu sehen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit
einem gastfreundlichem Land, dass neben klarem Himmel auch noch eine ganze Menge
anderer landestypischer Schönheit zu bieten hat. Und wer weiss, vielleicht wird
es ein Ziel zur TSE 2006?